Geschichte der Frühen Neuzeit
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Die politische Ökonomie der Eroberung

Interdisziplinäre Werkstatt zur Konzeptualisierung von Expansionsdynamiken

23.06.2017

ökonomie der eroberungBestehende Theorien zu Gewalt- oder Kriegsökonomien und vertragstheoretische Ansätze vermögen es nicht, Eroberungsökonomien ausreichend und widerspruchsfrei zu greifen. Wie würden sich die politischen Ökonomien der europäischen Expansionen konzeptualisieren lassen?
Entsprechende Modelle müssten die unterschiedlichen Anreizschemata für gewaltsame Eroberung darstellen und dabei neben direkt quantifizierbaren Faktoren (etwa Beuteanteilen) auch das Kalkül der Beteiligten auf langfristige soziale Besserstellung (durch Ehre, Gunsterweisungen, Nobilitierung usw.) einbeziehen.
Unsere Ausgangsthese ist, dass es diese Anreizschemata sind und nicht etwa politischer Wille oder chevalereske Abenteuerlust, welche die europäische Expansion vorantrieben. Eine ökonomisch adäquate Theoriebildung ist insofern fundamental, um die frühe Phase der Globalisierung zu verstehen.
Die interdisziplinäre Werkstatt dient dazu, den Weg zu einer solchen Theoriebildung im Lichte eigener Forschung zur Eroberungsökonomie Spaniens zu diskutieren.

Anmeldung: Die TeilnehmerInnenzahl ist begrenzt; bitte melden Sie sich bei Vitus Huber bis zum 20. Juni 2017 an: vitus.huber@lmu.de

23. Juni 2017
Historisches Kolleg
Kaulbachstraße 15
80539 München

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