Geschichte der Frühen Neuzeit
print


Navigationspfad


Inhaltsbereich

Schmieder, Benjamin

(1736-1813)

Benjamin Friedrich Schmieder (* 19. Februar 1736 in Leipzig, † 28. Februar 1813 in Halle) besuchte die Nicolai- und die Thomasschule. Anschließend studierte er Philologie und Theologie an der Universität Leipzig. 1765 wurde er Subconrektor und 1771 Conrektor am Gymnasium von Eisleben, 1780 schließlich Rektor des lutherischen Gymnasiums zu Halle. Er hielt sein Amt bis zur Auflösung des Gymnasiums 1808 inne. Da er auf das Unterrichten nicht verzichten wollte, hielt er bis zu seinem Tode, noch Vorlesungen an der vereinigten Schule "Latina".

Zum Werk

Die "Synchronistischen Tabellen" Benjamin Schmieders sind ein Beispiel für die Ende des 18. Jahrhunderts immer ausgereifteren Geschichtslehrbücher auf tabellarischer Ordnungsbasis. Die Gattung der Tabellengeschichtsschreibung hat sich über die Jahrhunderte allerdings nicht grundsätzlich verändert, und auch Schmieder beruft sich auf die immerhin schon fast zweihundert Jahre alte "Chronologia" des Seth Calvisius (Leipzig 1605), auf den nicht viel jüngeren Denis Petau ("Opus de doctrina temporum", Paris 1627), jedoch auch auf neuere Autoren der Aufklärungshistorie wie August Ludwig Schlözer und Johann Christoph Gatterer. Hauptgrund für die Anwendung der Tabellen im Schulunterricht scheint aber immer noch der Synchronismus und die synoptische Gesamtschau, sowie die Funktion der Tabelle ein Leitfaden für den historischen Unterricht zu sein.

Ausgewählte Veröffentlichungen:

Weiterführende Literatur:

  • Eckstein, Friedrich August: Nomenclator philogorum. 1871.
  • Feicke, Bernd: 'Schmieder, Benjamin Friedrich'. In: BBKL Bd. 32. Sp. 1230—1233.
  • Hoche, Richard: Art. Schmieder, Benjamin Friedrich. In: ADB Bd. 32. S. 28—29.
  • Richter, Gottlieb Lebrecht: in: Allgemeines biographisches Lexikon alter und neuer geistlicher Liederdichter. 1804.
  • Weiz, Friedrich August: Das gelehrte Sachsen. 1780.


© Redaktion Tabellenwerke