Geschichte der Frühen Neuzeit
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LMU-excellent-Projekt zur "Wissenschaft des Politischen" um 1800


Seit Oktober 2008 wird aus Mitteln der Exzellenzinitiative das LMU-excellent-Forschungsprojekt zur "Wissenschaft des Politischen" (Leitung: Prof. Dr. Eckhart Hellmuth, Einzelprojekte: Dr. Iain McDaniel, Dr. des. Martin Schmidt) gefördert.

Logo der LMU-excellent- Forschung (LMU, bearb MSchmidt)Zusammenfassung:

Die Zeit um 1800 war durch politische Kämpfe und Kontroversen von ungekanntem Ausmaß und einen gewaltigen Ausstoß innovativer Ideen und Gesellschaftskonzepte gekennzeichnet. Das Forschungsvorhaben erschließt diese Epoche von einem in der deutschen Forschung bislang nicht systematisch ausgearbeiteten Standpunkt: Untersucht wird die Frage, wie das Politische unter dem Primat der Empirie neu konfiguriert wurde. Maßgeblich waren dabei neue Erkenntnisse aus der Naturkunde, Anthropologie und Moralphilosophie. Die komplexe Verflechtung der Wissensfelder wird erschlossen, indem traditionell voneinander getrennte Methoden der Ideen- und Wissenschaftgeschichte überblendet werden. Zudem wird eine komparative Perspektive auf die Diskursformationen in Deutschland und England gewählt. Das Forschungsvorhaben schließt damit an ein Arbeitsfeld an, von dem international derzeit starke materiale und theoretische Impulse ausgehen.

Abstract:

The late 18th and early 19th centuries were marked by fierce political battles and controversies. At the same time, the era was distinguished for an enormous output of political ideas and conceptions. The proposed research unit attempts to build on a vibrant area of research and to take a new vantage point on this epoch: The investigation focusses on the problem how the epistemological quest for empiricism affected contemporaneous political thought and discourse. It is the empiricist disciplines such as natural history, anthropology, and moral philosophy which seem to have been most influential in shaping political thought at the time. The complex web of these disciplines will be investigated by combining two traditionally distinct methods: the history of ideas and the history of science. In addition, we take a comparative approach to British and German political discourse.

 

Logo des Forums Ideengeschichte


Zur engeren Verzahnung der ideengeschichtlichen Forschungs- und Lehraktivitäten an der LMU ist aus dem Projekt heraus eine Arbeitsgruppe unter dem Signet Forum Ideengeschichte gegründet worden, an der sich zahlreiche auf dem Gebiet der Intellectual History tätigen Forscher an der LMU beteiligen. Im Rahmen dieser LMU-Forschungsgruppe finden auch Gastvorträge und Lehrveranstaltungen statt.

 


Neben der Vortragsreihe des Forums Ideengeschichte werden weitere Konferenzen organisiert; das Projekt tritt auch durch eine Reihe von Vorträgen hervor, die das Problem der wissenschaftlich-empirischen Fundierung politischer Denkmuster um 1800 reflektieren:

 

Plakat zur Konferenz (Entwurf: Christine Meyer)Zurückliegende Veranstaltungen:


24.-25.06.2011
"Sciences of Politics around 1800: The Realignment of Knowledge on Nature, Man and Politics".

Internationale Konferenz in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Institut London und gefördert von der Gabriele-Henkel-Stiftung Düsseldorf.
Mehr zu Programm, Referenten, Themen, Ort und Zeit unter Aktuelles!

 

Ruskin-Konferenz Liverpool und Lancaster 201018.06.2010
"Religious Quest for an Economic Answer: Ruskin's Concept of Value and the Displacement of Victorian Evangelicals' Political Economy". Paper für die internationale Konferenz "The Laws of Life" der Universitäten Liverpool und Lancaster, 18.-19.06.2010

 

2009:
3 Vorträge von Iain McDaniel zur Schottischen Aufklärung in London, St. Andrews und Paris

 

Utopian Studies Society Conference Porto (Bild: Universidade do Porto)3. Juli 2009:
The Idea of Unalienated Labour and its Career in and out of Utopia: Anthropology, Technology, and Politics from Ruskin to H.G. Wells. Vortrag von Martin Schmidt auf der Internationalen Konferenz der Utopian Studies Society, Porto

 

9.-10. Januar 2009:
Conference on Re-Imagining Democracy: Government, Participation and
Welfare in German Territories

 

 

KONTAKT:

Dr. des. Martin Schmidt
Historisches Seminar der LMU
Geschichte der Frühen Neuzeit
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München

Tel.: +49 (0)89 / 2180 - 5569
E-Mail schicken an Martin.Schmidt@lrz.uni-muenchen.de E-Mail