Geschichte der Frühen Neuzeit
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Dr. Martin Schmidt:
Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2016/17

Für Sitzungstermine, Räume und Zeiten sind die Angaben im LSF-Verzeichnis ausschlaggebend.

Basiskurs

Geschichte der Frühen Neuzeit
Donnerstag, 10-13 Uhr, Historicum, Raum K 001

Irland unter britischer Herrschaft. Von der 'Ulster Plantation' zur 'Catholic Emancipation' 1609-1829

Cruikshank - Postkutschenüberfall und Ermordung des britischen Leutnants William Gifford 1798 (brit. Darstellung 1845)In der Geschichte Westeuropas steht Irland weithin im Schatten seines britischen Nachbarn. Seit dem Hochmittelalter unter englischer Dominanz, bildete Irland sowohl ein Territorium mit eigenständigen nationalen Strukturen, als auch einen integrierten Teil des Königreiches. Es kann aber auch als eine Kolonie Großbritanniens betrachtet werden, insofern es Sonderregelungen und politischen Maßnahmen unterworfen war, die in gleicher Form z.T. nicht einmal in anderen britischen Kolonien zur Anwendung kamen. Viele Krisen und Herausforderungen, die in England, Wales und Schottland mit mehr oder weniger großem Erfolg gelöst wurden, konnten in Irland nicht oder nur unter großen Lasten für Bevölkerung und Eliten bewältigt werden – Irland eröffnet also auch einen spannenden Blick auf die Geschichte Großbritanniens, denn alle Ereignisse von der Englischen (Puritanischen) Revolution und der Glorreichen Revolution bis zu den Reformgesetzen der Zeit um 1830 hatten auch Folgen für und Nachspiele in Irland.

Das Seminar thematisiert einleitend die Grundstrukturen westeuropäischer Gesellschaften des 17. und 18. Jahrhunderts und ihre Erschütterungen. Es geht dabei auf die Besonderheiten Irlands und Großbritanniens ein und erörtert dann die Probleme der irischen Geschichte aus dem doppelten Blickwinkel der Akteure und Betroffenen beider Staaten – sowie die Sicht von Historikern beider Staaten auf die eher ‚geteilte‘ als ‚gemeinsame‘ Vergangenheit.

Prüfungsformen im BA, mod. LA und GSP: KL+RE+HA
Prüfungsform im Didaktikfach Mittelschule und Sonderpädagogik (Studienbeginn ab WS 2015/16): RE + HA

Onlinematerialien im LMU-Team "Irland unter britischer Herrschaft" (Zugang nur mit freigeschalteter LMU-Benutzerkennung nach Anmeldung)


Übung (Vermittlung und Präsentation)

Gemeinsam mit OStR Christoph von Ehrenstein
Donnerstag, 17-19 Uhr, Historicum, Raum K 326

Demokratie und Diktatur - Probleme der deutschen Geschichte: Konzepte, Forschungen und Quellen für den Unterricht

Polizeikontrolle in Berlin bei der Wahl 1933"Demokratie und Diktatur - Probleme der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert" ist das Lehrplanthema für das zweite Halbjahr des Geschichtsunterrichts im 11. Jahrgang des Gymnasiums. In rund 32 Stunden werden die Stärken und Schwächen der Demokratie sowie die Herausforderung der demokratischen Ordnungen durch die Diktaturen abgehandelt – im chronologischen Längsschnitt durch Weimarer Republik, das Dritte Reich, die Bundesrepublik und die DDR.

Wie lässt sich dieses gewaltige Spektrum an Themen erfassen und pointiert vermitteln? Die Übung reagiert auf den Wunsch vieler Studierender, Geschichtswissenschaft praxisnäher zu studieren. Das Übungsformat setzt sich zum Ziel, das Thema - entsprechend den Interessen der TeilnehmerInnen - fachwissenschaftlich zu erschließen und Unterrichtskonzepte mit einsetzbaren Unterrichtsmaterialien zu entwerfen, die im Seminar und mit Lehrern diskutiert werden.

Im Fokus dieser Übung steht der Zivilisationsbruch des Völkermords am europäischen Judentum, dessen Ursachen und Nachwirkung. Dementsprechend werden in der Übung Unterrichtsstunden zur Entstehung der Judenverfolgung, den Vernichtungslagern, zur Täterforschung und zum Umgang mit dem Nationalsozialismus in der frühen Bundesrepublik stehen. Darüber hinaus wird die frühe Bundesrepublik im Hinblick auf die Durchsetzung einer "geglückten Demokratie" (E. Wolfrum) thematisiert.

Die Teilnehmer erhalten darüber hinaus die Gelegenheit, das von ihnen erarbeitete Stundenkonzept und ihre Unterrichtsmaterialien in einer anschließenden Praxisphase im Sommersemester, an einem Schwabinger Gymnasium in einer betreuten Unterrichtseinheit umzusetzen. Besonders geeignete Materialien können unter Umständen abschließend auch online öffentlich zugänglich gemacht werden.

"[Der Kurs gibt] Lehramtsstudenten wirklich Tipps für die Praxis", "[diesen Kurs sollte] jeder Lehramtsstudierende belegen", "gerne mehr Angebote wie diesen Kurs", "immer wieder hilfreiche Tipps" lauteten einige der Reaktionen auf das neuartige Seminarformat in der letzten Evaluation. Auch die Arbeit im kleinen Kreis von 10 TeilnehmerInnen soll dabei weiter beibehalten werden.

Die Übung wird gemeinsam mit OStR Christoph von Ehrenstein geleitet; die Teilnehmerzahl ist begrenzt!

Prüfungsform im BA und mod. LA: RE

Onlinematerialien im LMU-Team "Demokratie und Diktatur" (Zugang nur mit freigeschalteter LMU-Benutzerkennung nach Anmeldung)

 

Forschungskolloquium

Donnerstag, 18-20 Uhr, Historicum, Raum K 302

Doktorandenkolloquium im Promotionsprogramm ProMoHist

Logo ProMoHist

Forschungskolloquium, 2stündig
organisiert in Absprache mit den ProMoHist-Doktoranden

Das ProMoHist-Kolloquium ist in das strukturierte Promotionsprogramm ProMoHist eingebunden. Neben Präsentationen der Promovierenden stehen im Wintersemester 2016-17, auf Vorschlag der teilnehmenden DoktorandInnen, eine Reihe von Gastvorträgen aus Geschichtswissenschaft und Soziologie im Zentrum.

Themen und Termine