Geschichte der Frühen Neuzeit
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Geschichte der Frühen Neuzeit am Historischen Seminar

Historicum vom SalinenhofWarum Geschichte der Frühe Neuzeit studieren?

Die europäische 'Entdeckung' neuer Erdteile, Humanismus und Reformation, der Aufbruch in Wissenschaft, Technik und Seefahrt – die Epoche der Frühen Neuzeit von ca. 1500 bis 1800 steht für tiefgreifende Veränderungen. Die reichen Quellenbestände machen ihre Erforschung besonders spannend: Wir beschäftigen uns nicht nur mit Schlachten und Königen, sondern mit Individuen, ihrem Leben und ihren Konflikten. Und Konflikte sind es auch, welche die Frühe Neuzeit prägen: Denn nun konkurrierten verschiedene politische und religiöse Überzeugungen. Auf diese Herausforderungen fanden die Menschen dieser Epoche Antworten, welche die moderne Welt noch prägen: So lernte man mit Pluralität umzugehen, Streit und Gewalt einzuhegen, bildete starke Institutionen, und erprobte Formen der Duldung und Toleranz. Wie riskant und kompliziert, ja teilweise blutig und revolutionär solche Veränderungen abliefen, können wir deshalb rekonstruieren, weil wir nicht nur über eine reiche Quellenüberlieferung verfügen, sondern auch über Methoden, die wesentlich von Frühneuzeitforschern entwickelt wurden: so die Kultur-, Mentalitäts- und Mikrogeschichte.

In München wird die Epoche der Frühen Neuzeit durch den Lehrstuhl von Prof. Dr. Arndt Brendecke und eine Professur für die Geschichte Westeuropas (Prof. Dr. Mark Hengerer) vertreten sowie von Mitarbeitern, Stipendiaten, Gastwissenschaftlern und Privatdozenten. Neben der deutschen Geschichte, liegen Schwerpunkte auf der Geschichte Frankreichs und Spaniens, des kolonialen Lateinamerikas und der frühen Globalisierung. Die Abteilung profitiert von interdisziplinärer Zusammenarbeit, von internationalem Austausch und von der Nähe zu Sammlungen von Weltrang, wie derjenigen der Bayerischen Staatsbibliothek mit ihren Handschriften und alten Drucken.